Thursday, 24. september 2009
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Lukas 13, 1 -
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Schicksalsschläge als Folge von begangenen Fehlern, als Strafe für eine Schuld, die ich mir aufgeladen
habe. Mit dieser Einstellung kommen einige (vermutlich Pharisäer) zu Jesus, um ihm von einem Massaker, das Pilatus angerichtet hat, zu berichten. Doch Jesus entkräftet diese Meinung, entlarvt
sie als Weg der Selbsterlösung, der in die Irre führt. Schließlich stecken hier ja zwei Gedanken dahinter, die Gott in eine hässliche Fratze verzerren.
Zum einen: Gott steckt hinter diesen Unglücken. Gott ist schuld am Tod dieser Menschen. Gott ist schuld am Leid in der Welt. Und die Menschen, die richtig schwer zu leiden haben, haben es wohl
auch verdient.
Wie zynisch, menschenverachtend und gottverachtend!
Aber schließlich ja auch bequem, denn es entbindet mich ja auch jeglicher Verantwortung für meine Mitmenschen, denn warum soll ich etwas für sie tun, wenn ihr Schicksal unabänderlich, verdient
und gottgewollt ist?
Und dann ist da noch dieser andere Gedanke: wenn ich nur recht ordentlich lebe, dann kann ich mir die Zuneigung Gottes erkaufen. D.h. wenn in meinem Leben alles glatt läuft, dann hat Gott mich auch
lieb, wenn ich mich nur ja recht anstrenge. Tetzels Ablassgedanke lässt grüßen.
Dafür öffnet Jesus ihnen und uns die Augen. Verantwortung für die Mitmenschen übernehmen und sie nicht Gott in die Schuhe schieben. Aber sich dadurch seine Zuneigung nicht erkaufen wollen, sondern
aus der geschenkten Liebe leben.
von Der Vogtländer
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veröffentlicht in: Anfrage
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