Thursday, 27. august 2009
4
27
/08
/Aug.
/2009
02:34
4. Mose 11, 1 - 23
Eine heikle Geschichte. Das Volk murrt und Gott reagiert. Zunächst klagt es ihm die Ohren voll, wie schlecht es ihnen geht und Gott lässt Feuer kommen.
Dann fangen die Nichtisraeliten an zu jammern und das Volk Israel stimmt mit ein, dass sie ken Fleisch haben und wie gut das alles in Ägypten war. Das hält Mose nicht mehr aus. Er möchte am
liebsten alles hinschmeißen. Gott stellt ihm Hilfe in Aussicht und reagiert auch auf die Fleischforderung mit einem Überangebot (bis es ihnen zu den Ohren herauskommt). Mose ist hier noch etwas
ungläubig, wo sollte so viel Fleisch herkommen. Doch Gott stellt seine Macht heraus.
Viele Gedanken bewegen mich bei dem Ganzen.
Zum einen ist da dieses ansteckende Murren. Ein paar fangen an und alle machen mit. Nörgeln ist immer leicht, aber es lähmt eben auch. Ich meine nicht das energiegeladene konstruktive Kritisieren,
sondern dieses in jedem Ding das Schlechte sehen. Vielleicht ist es unsere Aufgabe dagegen zu halten.
Und dann die Reaktion Gottes. Ein bisschen klingt das wie beleidigte Leberwurst. So das habt ihr davon. Aber vielleicht müssen wir nochmal die Situation bedenken. Sie sehnen sich nach ihrer
Gefangenschaft zurück. Sie negieren ihre Freiheit und die Gegenwart Gottes. Letzten Endes ist es also nur konsequent, was Gott hier sagt. Sie erhalten ein Stück ihre Gefangenschaft zurück.
Kann es sein, dass mich meine Wünsche in den meisten Fällen in eine Gefangenschaft führen, wenn sie nur das sind, was ich will? Es ist eben doch ein Unterschied zwischen meinen Sehnsüchten, die
Gott kennt und derer er sich annimmt, und dem was ich meine zu brauchen.
von Der Vogtländer
-
veröffentlicht in: Anfrage
-
2