Nun geht Paulus das Problem an. Apollos oder Paulus - wem ist wohl mehr zu glauben?
Er schafft es, wie ich finde, diese Frage grandios in einem Bild zu beantworten. Der eine hat gepflanzt der andere hat begossen, aber das Gedeihen gibt Gott. Somit nimmt er eigentlich all denen den Wind aus den Segeln, die nur auf eine Reaktion gewartet haben, in der er sich auf eine Seite schlägt (und natürlich nur auf seine.)
Apollos und er sind nur Diener, Gott ist der Macher.
Ich glaube, es gehört ganz schön viel innere Freiheit dazu den anderen, der vielleicht ganz anders ist, so neben mir stehen zu lassen und die Sache, die uns verbindet, auch wenn er sie vielleicht ganz anders angeht, in den Vordergrund zu stellen.
Manchmal stehen wir uns mit unseren persönlichen Eitelkeiten einfach im Weg, etwas weiterzubringen. Das ist leider immer wieder zu beobachten, ob in der Gemeinde, im Freundeskreis oder auf politischer Ebene. Meist geht es doch in erster Linie darum, dass ich erstmal selber gut dastehe und erst in zweiter Linie um die Sache, dabei würde aber ein Miteinander nach dem Vorbild von Paulus gute Impulse setzen.
Ich glaube, dass uns ein solches Zusammenrücken gut tun würde, in jeder Hinsicht und auf jedem Gebiet. Und auch wenn es einfältig klingen mag, vielleicht können im Vertrauen auf Gottes Gedeihen und Führung auch ganz kontrovers diskutierte Probleme gelöst werden.
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